Oskar Barnacks Erfindung sorgte ab 1925 für die Verbreitung des Kleinbildformats – und später mit vielen Vintageobjektiven für eine schöne Bescherung. Das anfangs belächelte winzige Format erreichte rund in der analogen Fotografie 90% Marktanteil. Aus dieser Zeit existiert eine unüberschaubare Menge an alten Optiken für die Adaption an Digitalkameras.
Die ab 1932 für die Leica verfügbaren Wechselobjektive veränderten abermals die Fotografie. Einen weiteren Technologieschub initiierte Zeiss-Ikon mit der Contax, federführend entwickelt von Heinz Küppenbender. Er wurde 1945 von der US-Armee deportiert war maßgeblich am Aufbau von Zeiss Oberkochen beteiligt.

Ludwig Bertele entwickelte 1932 das Sonnar 50/1.5 zur Contax. In den 1930er Jahren eines der Top-Objektive. Die letzte Rechnung von 1933 avancierte zum Renner, rund 100.000 Exemplare wurden bis nach Ende des Zweiten Weltkriegs gefertigt. Ein Teil davon als Reparationsleistung für die UdSSR. Für spiegellose Systemkameras (DSLM) ist es heute eine attraktive und relativ günstige Optik, die für Spiegelreflexkameras (fast) nie existierte.

Spiegelreflexkameras etablierten den M42-Anschluss und proprietäre Bajonette, die das Spektrum der Möglichkeiten enorm erweiterten. Neckermann und Foto Quelle boten den Einstieg in die Welt der Spiegelreflex-Fotografie ab 199 D-Mark. Auch diese Ära sorgte für eine schöne Bescherung.