Michael J. Hußmann

Michael J. Hußmann gilt als führender Experte für die Technik von Kameras und Objektiven im deutschsprachigen Raum. Er hat Informatik und Linguistik studiert und für einige Jahre als Wissenschaftler im Bereich der Künstlichen Intelligenz gearbeitet.
  • Gesiebtes Licht

    Fujis Objektiventwickler stellten letzte Woche ihre Traumobjektive vor, die, ausreichendes Interesse der Kundschaft und ein paar technologische Zaubertricks vorausgesetzt, in vielleicht drei Jahren ankündigungsreif sein könnten. Darunter war auch ein Weichzeichnerobjektiv mit einer „porous aperture“, also einer porösen Blende. Was soll das sein, wozu ist sie gut, und warum genügtMehr

  • Canon goes Lomo?

    Was ist von der in zwei Designvarianten gezeigten Konzeptkamera zu halten, die Canon auf der diesjährigen CP+ vorgestellt hat? Die Fachmesse CP+ (Camera & Photo Imaging Show) im japanischen Yokohama gilt als eine der wichtigsten Fotomessen, aber wer auch in diesem Jahr die Ankündigung spannender Neuigkeiten erwartet hatte, wurde enttäuscht.Mehr

  • Fehlanreize

    Manchmal will man nur das Beste und macht dann trotzdem alles schlechter. Oder vielmehr gerade deshalb. Dass die Suchmaschinenoptimierung (SEO) von Websites oft dazu gehört, ahnte ich schon länger, aber erst kürzlich habe ich entdeckt, dass bereits vor einem halben Jahrhundert zwei Wissenschaftler den Grund dafür formuliert hatten. Alles unterMehr

  • Die Weiterentwicklung der Sensortechnologie erfolgt recht gemächlich, aber das noch neue Jahr könnte einige Neuerungen bringen. Was wäre hier möglich und was davon wäre erstrebenswert? Zu Beginn des Jahrhunderts schaute man vor allem auf die Megapixel, denn die Auflösung der Sensoren blieb lange Zeit ungenügend. Man brauchte nie weit inMehr

  • Was ist ein Einhorn?

    Am Sonntag ging die große Einhorn-Ausstellung im Potsdamer Museum Barberini zu Ende. Ist es nun zu spät, sich noch umfangreich und tiefschürfend über alle Varianten des Einhorn-Mythos aus den letzten 4000 Jahren zu informieren? Nicht ganz. Das Museum Barberini in Potsdam Normalerweise hätte ich einen Beitrag wie diesen mit „Ausstellungstipp“Mehr

  • Wir sind es gewohnt, ein Recht am eigenen Bild zu haben, und sind oft gewillt, es einzufordern. Dabei ist das ein höchst merkwürdiges Konzept: Warum sollte ich irgendwelche Rechte an einem wie auch immer hergestellten Bild geltend machen können, nur weil es mir ähnelt? Was man laut dem Handwörterbuch desMehr

  • Fake Porn im 19. Jahrhundert

    Deep Fake Porn ist ein Phänomen der jüngsten Zeit, aber schon vor 135 Jahren wurden Frauen mittels Montagen entkleidet, um sie mit den resultierenden „Fotografien“ zu erpressen. „Portrait of Madame ***“ von John Singer Sargent (1884) (Ausschnitt) Nein, das ist kein Foto, sondern ein Gemälde John Singer Sargents, der VirginieMehr

  • Miniatur, miniaturisieren, Mini – diese Wörter sind uns vertraut, aber kaum jemand ahnt, dass sie auf ein aus Zinnober (Quecksilbersulfid) hergestelltes rotes Farbpigment zurückgehen.  Ein Detail des Speichermodells im Hamburger Speicherstadtmuseum. Die mit „mini-“ beginnenden Wörter sind so verbreitet, dass diese vier Buchstaben schon im vergangenen Jahrhundert zur universell verwendbarenMehr

  • An dieser Stelle ging es mir schon oft darum, Kamerafeatures zu erklären, weil die Hersteller selbst so etwas versäumen. Aber warum ist das immer wieder nötig? Oder ist es in Wirklichkeit gar nicht nötig, weil es niemand so genau wissen will? Unser inneres Möchte-gern-Alpha-Männchen ist schuld, wenn wir Erklärungen reflexartigMehr

  • Die Messwerte zum Dynamikumfang von Sonys neuer Alpha 7 V offenbaren Überraschendes: Im niedrigen ISO-Bereich ist er noch ein wenig größer als bei aktuellen Mittelformatkameras, und dabei verzichtet Sony sogar auf die übliche Umschaltung des Conversion Gain. Oder ist es in Wirklichkeit ganz anders? Die Sony Alpha 7 V –Mehr

  • Quad-Bayer- und Quad-Quad-Bayer-Sensoren mit fabelhaften Auflösungen von bis zu 200 Megapixeln sind der Stand der Technik in Smartphone-Kameramodulen, haben aber einen Nachteil: Ihre tatsächliche Detailauflösung wird der beeindruckenden Pixelzahl nicht vollauf gerecht. Sonys neuer Lytia 901 verwendet nun einen auf den Chip integrierten KI-Prozessor für das bei solchen Sensoren nötigeMehr

  • Kein Knick in der Kurve?

    Einen Dynamikumfang von fabelhaften 15,3 EV schreibt Hasselblad seinem neuesten Mittelformatmodell X2D II 100C zu. Realistischere Messergebnisse zeigen allerdings, dass die Kamera hinter den Möglichkeiten zurückbleibt, die ihr Sensor bietet. In einem Artikel bei PetaPixel stellt dessen Autor die steile These auf, die X2D II 100C hätte der in dieserMehr

  • Kaum kommt man mit Leuten zusammen, sei es offline oder online, da zückt auch schon jemand sein Smartphone und bindet einem auf die Nase, was irgendein KI-Chatbot zum aktuellen Thema gesagt hat. Aber wer will das wissen? Unsichtbare Freunde leisten nicht nur kleinen Kindern Gesellschaft, sie sind auch Erwachsenen nichtMehr

  • Der Urknall der Fotografie

    In Frankreich soll im kommenden Jahr das 200-jährige Jubiläum der Fotografie gefeiert und vor allem „das französische fotografische Schaffen und Erbe“ gewürdigt werden. Lassen wir den nationalistischen Ton einmal außer Acht, aber ist das wirklich das richtige Datum? Um 1826 gelang es Nicéphore Niépce erstmals, ein auf optischem Wege entstandenesMehr

  • KI-generierte Zwischenergebnisse der Raw-Entwicklung spielen in Lightroom eine zunehmend wichtigere Rolle, und Adobe sucht weiterhin nach dem besten Ort, diese zu speichern. Version 15 von Lightroom Classic hat schon wieder eine Veränderung gebracht, und besser als zuvor ist es schon, aber noch immer nicht optimal – oder doch? Vermutlich istMehr

  • Sie haben Christoph Künnes Kommentar zu Leicas M mit elektronischem Sucher gelesen und sind sich immer noch unsicher, ob die M EV1 die richtige Kamera für Sie ist? Sie wollen lieber noch eine zweite Meinung einholen? Bitteschön … Die Leica M EV1: Nur die fehlenden Sucherfenster verraten, dass der MesssucherMehr

  • Kamerahersteller machen ja oft viel Trara rund um Features, deren Nutzen sich dann in der Praxis als nicht ganz so groß erweist. Manchmal muss man sich allerdings umgekehrt fragen, warum nicht mehr Aufhebens um eine Neuerung gemacht wird – so wie bei der Panasonic S1 II und ihrem DGO-Sensor. Die PanasonicMehr

  • Im vergangenen Jahrhundert, als das Kleinbildformat die Fotografie dominierte, galt die Empfehlung, nicht länger zu belichten als es dem Kehrwert der Brennweite in Millimetern entsprach. Aus gutem Grund, denn bei längeren Verschlusszeiten drohte Verwacklungsunschärfe. Die Auto-ISO-Funktionen aktueller Digitalkameras arbeiten noch immer mit einer nur geringfügig modifizierten Kehrwertregel, obwohl sie weitgehendMehr

  • Es hat Zoom gemacht – was der lautmalerische Begriff ausdrückte, schien in meiner Jugend noch klar zu sein, aber was heutzutage so genannt wird, hat damit immer weniger zu tun. Es ist an der Zeit, die Bedeutungsverschiebung des Zoom-Begriffs über mehr als 50 Jahre nachzuverfolgen. Wie Apple für das iPhoneMehr

  • Shuriken-Bokeh

    Shuriken, im Volksmund Ninja-Wurfsterne genannt, sind potentiell tödliche Waffen und in Deutschland verboten. Manchmal sieht man sie aber auch durch den unscharfen Hintergrund von insbesondere Mittelformat-Aufnahmen fliegen – was völlig legal ist und bloß nicht gut aussieht. Trotzdem: Warum unternimmt keiner etwas dagegen? Shuriken in verschiedenen Formen (Foto: kaex0r, CCMehr

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