Workshop: Umfärben
Nachdem wir im Photoshop Einsteiger Workshop der letzen Ausgabe gelernt haben, eine einzelne Farbe zu isolieren und anschließend zu verändern, widmen wir uns diesmal komplexeren Färbeobjekten. Der Wunsch nach Korrektur von Farben im Bild kann verschiedene Ursachen haben. Nicht immer steht die gezielte Farbmanipulation - wie hier beim Verändern der Farbgebung des Autos - im Vordergrund. Farbkorrekturen sind auch nötig, um Farbfehler auszugleichen, die durch den Einsatz falschen Filmmaterials oder ganz einfach durch ungünstige Aufnahmebedingungen entstanden sind. Die Schwierigkeit besteht zumeist darin, nur eine ganz bestimmte Farbe oder einen Farbstich korrigieren zu wollen. Arbeiten Sie mit Werkzeugen, ohne vorher die gewünschten Objekte oder Bildbereiche mit einer Auswahl festzulegen, treten häufig unerwünschte Nebeneffekte auf. Verändert man beispielsweise in unserem Übungsbild ohne Vorauswahl die blauen Farbanteile im Bild, ändert sich nicht nur die Färbung des Autos, sondern auch ein paar Sprenkel an den Fenstern und im Hintergrund. Und genau diese unerwünschten Veränderungen enttarnen das Bild im Nachhinein als manipuliert. Demzufolge gilt: Je präziser die Vorauswahl für die Farbänderung angelegt ist, desto hochwertiger wird das Ergebnis. Leider kombiniert Photoshop die Funktionen Auswahl und Farbveränderung nicht, so dass der Anwender die Aufgaben nacheinander abarbeiten muß.
Hinweis: Dieser Workshop funktioniert mit Photoshop ab Version 5.5. Für größere Bildansichten bitte auf die Bilder klicken. Registrierte Mitglieder können das Arbeitsmaterial über den Link unterhalb des Workshops herunterladen.
1. Auswahl
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Öffnen Sie nach dem Programmstart von Photoshop das Beispielbild auf der Heft-CD. Um das Fahrzeug zunächst einmal schnell und einfach auszuwählen, aktivieren Sie das magnetische Lasso in der Werkzeugpalette. Dieses Werkzeug erkennt eigenständig Kontrastkanten. Durch einen Doppelklick auf das Lassosymbol rufen Sie eine Palette auf, in der Sie einstellen können, wie empfindlich das Lasso auf Kantenkontraste reagiert. Geben Sie hier eine Kantenkontrastempfindlichkeit von etwa zehn Prozent ein und legen Sie die Lassobreite – also den Bereich in dem das Lasso nach Kantenkontrasten sucht – auf zehn Pixel Umfang fest. Beachten Sie, die Option "Glätten" zu aktivieren und die weiche Auswahlkante auf den wert Null zu setzen.
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Wenn die Einstellungen erledigt sind, klicken Sie auf einen Ausgangspunkt an der Kante das Fahrzeugs und ziehen die Lassoauswahl möglichst präzise an der Karosseriekante entlang. Wenn die Automatik nicht so will wie Sie wollen, halten Sie sie durch gelegentliches Klicken auf Kurs. Das Ergebnis, das Sie durch abschließenden Doppelklick in eine Auswahl verwandeln, läßt durch die mangelnde Präzision der Automatik natürlich noch zu wünschen übrig.
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Korrigieren Sie hier zuviel oder zuwenig ausgewähltes mit Pinsel- und Radiergummiwerkzeug. Durch die später verwendete Färbungstechnik müssen Sie nicht hundertprozentig genau arbeiten. Wichtig ist nur das der gesamte Karosseriebereich ausgewählt ist.
Zum Abschluß der Auswahlarbeiten schalten Sie vom Maskierungs- wieder in den Normalmodus.
2. Einfärben
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Photoshop bietet unterschiedliche Möglichkeiten, Objekte einzufärben. Alle befinden Sich im Menü “Bild” unter der Rubrik “Einstellen”. Welche Sie davon auswählen hängt neben persönlichen Vorlieben, die sich im Lauf der Arbeit mit dem Programm zwangsläufig einschleichen, auch davon ab, was Sie wie verändern möchten. Wenn Sie zum Beispiel einen abgegrenzten Farbbereich - wie in unserem Bild die gelben Beschriftungen und Schilder am Fahrzeug – entsprechend der zu Verfügung stehenden Vorauswahl klar benennen können und nur leicht modifizieren möchten, haben Sie in der “Selektiven Farbkorrektur” ein probates Hilfsmittel. Im Feld Farben legen Sie den Farbbereich über die Vorauswahl fest. Anschließend verschieben Sie die Farbregler bis Ihnen das Ergebnis zusagt. Über die Knöpfe “Relativ” und “Absolut” unten im Dialog steuern Sie zusätzlich die Intensität der Änderung.
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Mit dem Dialog “Farbe ersetzen” wählen Sie durch einen Klick mit der Pipette auf den Farbbereich eine Tonauswahl. Wir wählen hier zu Demonstrationszwecken das Werbeschild an der Fahrertür. Die weißen Flächen, die nun im Dialogfeld erscheinen, symbolisieren Ihre so getroffene Auswahl. Durch Verschieben der Farbtonreglers sehen Sie auch gleich im Bild, ob die Auswahl hinreichend ist oder eben - wie hier - noch nicht.
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Indem Sie den Toleranzwert für Ihre Auswahl erhöhen, vergrößern Sie die weißen Bestandteile der Auswahlvorschau und verbessern das Resultat im Bild.
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Allerdings muß man bei der Toleranzeinstellung sehr vorsichtig vorgehen, um nicht zu viele Bildteile umzufärben. Wenn Sie noch weitere Farben der Auswahl hinzufügen möchten, klicken Sie mit der Pipette mit dem Pluszeichen einfach auf derartig gefärbte Stellen im Bild.
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Für Zwecke wie das Umfärben von farblich nah bei einander liegenden Mustern wie unserer Autolackierung empfiehlt sich der Dialog “Farbton/ Sättigung”. Auch hier wählen Sie wie bei der “Selektiven Farbkorrektur” einen Farbbereich aus und ändern den Farbton.
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Durch die erweiterte Einstelloptionen zwischen den beiden Farbspektren unten im Dialogfenster können Sie den Auswahlbereich den farblichen Gegebenheiten des Bildes entsprechend feiner anpassen.














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Interessanter wäre eine Anleitung zum "umlackieren" des Wagens in einem neuen Muster, z.B. Zebralook..
P.S.
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