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Workshop: Mosaik



Mosaikbilder sind effektvolle Farbexperimente, mit denen Sie so ganz nebenbei die Funktionsvielfalt Ihres Bildbearbeitungsprogramms kennen und steuern lernen. Das Prinzip dahinter ist eigentlich ganz einfach: Sie unterteilen Ihr Ausgangsbild mit einer Matrix in möglichst viele kleine Felder und verändern anschließend mit den verschieden Einstelloptionen oder die einzelnen Felder nach ihrem Geschmack. Abschließend lösen Sie einige Felder aus dem Gesamtkunstwerk heraus und verdrehen Sie ein wenig, damit das ganze aufgelockerter wirkt. Reliefanmutung und ein weicher Schlagschatten runden die Arbeit ab.


Hinweis: Dieser Workshop funktioniert mit Photoshop ab Version 5.5. Für größere Bildansichten bitte auf die Bilder klicken. Registrierte Mitglieder können das Arbeitsmaterial über den Link unterhalb des Workshops herunterladen.



1. Die Matrix



Grundvorrausetzung für eine regelmäßige Matrix ist eine entsprechende Bildgröße. Lassen Sie sich im Menü „Ansicht“ die „Lineale einblenden“ und beschneiden Sie mit dem Freistellwerkzeug Ihr Bild anschließend so, daß Sie später die Fläche gleichmäßig aufteilen können. In unserem Fall haben wir eine Größe von 1200 mal 800 Pixeln gewählt, um später sechs mal vier quadratische Felder in der Größe von je 200 mal 200 Pixeln zu erhalten. Legen Sie nun in der Kanalpalette durch Klick auf das Abreißblocksymbol am unteren Rand eine neuen Kanal an.



Ziehen Sie dann –wie sie es aus Layout- und Grafikprogrammen kennen – Hilfslinien aus den Linealen und positionieren diese horizontal und vertikal alle 200 Pixel.




Nun ziehen Sie mit dem Pinsel und weißer Farbe die Hilfslinien im Kanal nach. Damit Ihr Ergebnis gerade wird, halten Sie beim Ziehen der Linien die Shift-Taste gedrückt. Auch die Auswahl einer harten, rechteckigen Werkzeugspitze kommt der Ergebnisqualität zugute. Vergessen Sie nicht auch die Umrandung mit einzuzeichnen.



Um das Matrixgitter in Bild als schwarze Ränder erscheinen zu lassen, wählen Sie das Gitter mit dem Zauberstabwerkzeug aus, wechseln in den RGB-Komposit-Kanal und färben dort die Auswahl mit dem Dialog „Fläche füllen...“ aus dem „Bearbeiten“-Menü schwarz ein. Zum Schluß blenden Sie die Hilfslinien aus und heben die Auswahl auf.



2. Felder verändern



Das Bearbeiten der einzelnen Felder vollzieht sich nach dem immer gleichen Muster: Suchen Sie sich im Bild ein Feld aus und merken sich die Position. Dann wechseln in der Kanalpalette in den Alphakanal, wo Sie mit dem Zauberstab das zugehörige Rechteck auswählen.







Nachdem Sie wieder in den RGB-Kanal zurückgschaltet haben, beginnen Sie mit der Verfremdung. Da der Platz nicht reicht, um alle Veränderungsmöglichkeiten vorzustellen, wollen wir uns auf ein paar exemplarische Techniken für plakative Farbeffekte beschränken.



Der ausgewählte Bereich des Ausgangsbildes ist teilweise recht dunkel und damit schwierig einzufärben. Rufen Sie im Menü „Bild“ unter „Einstellen“ den Dialog „Farbe ersetzen...“ auf. Hier wählen Sie im Vorschaufenster mit der Pipette einen oder mit der Pluspipette mehrere dunkle Farbtöne aus. Die Weißen Bereiche im Vorschaufenster symbolisieren die ausgewählten Bereiche. Korrigieren Sie die Einstellungsparameter bis das Ergebnis Ihren Buntheitsvorstellungen gerecht wird.



Eine weitere Variation dunkle Bereiche in Kräftige Farben zu Tauchen ist die Kombination von Einstellungen. Wählen Sie das Feld links neben dem eben bearbeiteten aus. Es ist noch dunkler und bietet kaum Zeichnung. Mit den „Gradationskurven...“ verkehren Sie das Bild zunächst ins Negativ und heben dann die Restzeichnung hervor.



Anschließend verschieben Sie die „Farbbalance...“ soweit bis es wie ein Farbnegativfilm aussieht.


Gut durchgezeichnete Bildteile verändert man mit der Einstellung „Farbton/Sättigung...“ (linkes Bild), monochromere Bereiche durch zusätzliches Aktivieren des Schalters „Färben“ (rechtes Bild).





Experimentieren Sie ein wenig mit den Einstellungsdialogen herum, bis Sie alle Felder nach bearbeitet haben. Um am Ende ein harmonisches Ergebnis zu erhalten, beachten Sie, daß die Farben und die Intensität der Effekte zueinander passen müssen.


1.  Felder herauslösen und drehen

Wenn Sie alle Felder umgefärbt haben, wechseln Sie zur Ebenenpalette, doppelklicken die Hintergrundebene und bestätigen den folgenden Dialog. Die Ebene heißt danach „Ebene 0“. Im Menü „Bild“ rufen Sie den Dialog „ Arbeitsfläche...“ auf und verändern Breite und Höhe mit einer Zugebe um etwa 25 Prozent. Nach der Bestätigung steht unser Mosaikbild auf einer transparenten Fläche.


Sie lösen einzelne Felder heraus, indem Sie sie zunächst mit dem Auswahlwerkzeug markieren, ausschneiden und anschließend sofort wieder einsetzen. Der ausgeschnittene Teil erscheint als neue Ebene. Über den Befehl drehen, den Sie unter „Transformieren“ im „Bearbeiten“-Menü aufrufen, erhalten Sie Anfasser am Objekt, an denen sich das Objekt drehen läßt.



Ein anschließender Doppelklick auf das Objekt bestätigt die Änderung. Führen Sie diese Bearbeitung an mehreren Feldern durch, bis das Mosaikbild auseinandergenommen erscheint.



4. Relief und Schatten



Für eine plastische Bildanmutung wechseln Sie zur Ebene 0, und wählen über das Ebenenmenü uner „Effekte“ einen Schlagschatten mit 50 Prozent Deckkraft, 15 Pixeln Distanz und zehn Pixeln Weichzeichnung ...



... und anschließend unter „Abgeflachte Kante und Relief“ den Stil „Relief“.

Nach diesen Einstellungen kopieren Sie im selben Menü die angewandten Effekte und fügen Sie anschließend in alle anderen Ebenen ein. Zum Abschluß reduzieren Sie Ihre Ebenenkonstruktion auf die Hintergrundebene.

 


von Christoph Künne
dirkhofmann schrieb am 09.11.2007 23:13
Es gibt ein Freeware Programm namens Foto-Mosaik, das diese Aufgabe uebernimmt (http://www.sixdots.de/mosaik/en/).

Gruss,

Dirk
lore schrieb am 09.11.2007 12:35
Sehr schön, was mich persöhnlich noch einmal interessieren würde wie ich ein Mosaik erstelle wenn ich ein Bild als Vorlage wähle und eine Reihe andere Bilder die mosaiksteine darstellen (Verständlich? Eine spanische Software-QuPa Azulejus- liefert solche Möglichkeit, aber die Eingriffe in die Bearbeitung sind eingeschrängt.)

Mit freundlichen Grüßen, Andreas Lorentzen.

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