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Walking a Bridge“ und „Kleine Gasse“



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Der gebürtige Berliner Konrad Schatz reichte gleich zwei interessante Wettbewerbsbilder ein. Er studiert im fünften Semester Physik an der Technischen Universität Berlin. Dieses Studienfach erklärt vielleicht auch die beinahe metaphysischen Hintergedanken, die Konrad Schatz mit seinen Bildern verbindet.

Bei dem Foto Walking a Bridge handelt es sich um die Momentaufnahme einer Stadtszene in London. Der Moment wird in stilisierter und abstrahierter Form wiedergegeben. „Dies provoziert neben der bewussten auch die unterbewusste Auseinandersetzung mit dem Abgebildeten. Das regt zum Nachdenken an und kann eine neu und subjektivere Wahrnehmungen der Wirklichkeit zur Folge haben.“ Der Schwerpunkt der Wahrnehmung soll auf der Bedeutungsüberhöhung einer eigentlich banalen Straßenszene liegen. Dabei spielt vor allem die Beziehung des Individuums zu seiner Außenwelt einer Rolle. Walking a Bridge soll die Frage anstoßen, was sich in einem solchen gefilterten Augenblick an Wirklichkeit findet. Außerdem soll es ein Anstoß sein, darüber nachzudenken, wie die von uns wahrgenommene Realität möglicherweise ergänzt oder manipuliert wird.

Bearbeitet wurde das Originalfoto zu Walking a Bridge mit CorelDraw und dem Compositing-Node-System in Blender. Nach dem Freistellen wurden die Kleidungsstücke mit den Sättigung-, Farbton- und Transparenz-Werkzeugen in CorelDraw bearbeitet. Durch dieses Vorgehen sollte auf die Beziehung des Menschen zu seiner Außenwelt aufmerksam gemacht werden. Der Bildhintergrund wurde monoton in einem Sepia-Ton gestaltet, um die Bedeutungsüberhöhung des Gesamtmotivs herzustellen und den vergänglichen Charakters des Moments zu verdeutlichen. Die leicht traumartige Wirkung des Bildes wird außerdem durch die Unschärfe im Bildhintergrund unterstrichen. Um mehr Dramatik im Bildgeschehen zu erhalten, wurden zuletzt die Farbintensität der Wolkenstrukturen verstärkt.

Auch in dem zweiten Wettbewerbsfoto Kleine Gasse spiegelt sich Konrad Schatzs Vorliebe für europäische Großstädte wieder. Das Bild wurde während eines Straßenfestes in Barcelona, abseits des Hauptgeschehens aufgenommen. Konrad Schatz findet, dass „die abnehmende Beleuchtung im Zusammenspiel mit der Zoom-Unschärfe ein Gefühl der Ungewissheit vor dem verdeutlichen, was einen abseits des stattfindenden Festes vielleicht noch erwarten könnte.“ Als Glücksfall für die Komposition erweisen sich die durch die Bewegungsunschärfe etwas geisterhaft wirkende Person im Vordergrund sowie die im Blickzentrum die Licht-Schatten-Grenze überschreitende Frau. Hierdurch ergibt sich gestalterisch wie inhaltlich der Kontrast, der die Bilddynamik ausmacht. Um die Bildaussage zu unterstreichen, führte der Fotograf in CorelDraw eine Farboptimierung durch. Außerdem verstärkte er die bereits vorhandene Unschärfe des Bildes um so das geisterhaft-irreale der Szene zu unterstreichen.



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von Julia Emmert, Panthermedia
digisbychb schrieb am 28.12.2007 18:33
Hey Konrad.

Wollte nur sagen das ich Deine Bilder ganz grosse Klasse finde. Du hast das Thema ganz anders umgesetzt als ich mit meinem "Taxi".
Gruss aus Basel

Christian

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