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„Crossing“



New York, the Big Apple. Das heißt rauschendes Leben, quirliges Durcheinander – ein Paradies für Streetfotografen. So empfand es auch der Kölner TV-Redakteur und Hobbyfotograf Ralf Goldmann.

Das Wettbewerbsfoto Crossing entstand während seines letzen New York Aufenthaltes: „Ich saß jeden morgen zum Frühstück am selben Platz an der Ecke Broadway/West 32nd Street. Trotz immer gleichem Platz am Fenster war der Blick auf die Kreuzung jedes Mal ein anderer. Das Leben pulsierte, Menschen schwirrten auf dem Weg zur Arbeit durcheinander, kreuz und quer über die Straßen. Den Straßenschildern aber schien die unglaubliche Hektik der Weltstadt nichts auszumachen.“ Für Ralf Goldmann war es, als würden diese Schilder dem gesamten Raster von Manhattan den Zusammenhalt geben. „Nachdem ich mir das Geschehen an der Ecke bei Kaffee und Bagels also morgens drei Tage lang gemütlich angeschaut hatte, war mir klar, dass die Szenerie festgehalten werden muss. Ich wartete am vierten Morgen auf den Moment, als die Ampeln grün zeigten und möglichst viele Menschen auf dem Zebrastreifen unterwegs waren.“

Als er das Bild dann zu Hause das erste Mal auf dem Computer sah, war er im ersten Moment ein wenig enttäuscht. „Vor allem, dass sich die Beleuchtung im Inneren in der Scheibe spiegelte, passte mir gar nicht. Ins Auge fielen aber sofort wieder die schönen, blau leuchtenden Straßenschilder. Ich entschloss mich, diese besser zur Geltung zu bringen. Gleichzeitig sollte die Spiegelung verschwinden und das Bild insgesamt ruhiger werden.“ Dennoch sollte das Ergebnis nicht zu künstlich wirken. Auch ging es dem Fotografen nicht darum, das Bild so zu manipulieren, dass der Betrachter die Veränderung nicht bemerkt, sondern eher um eine offensichtliche Manipulation im Sinne des ästhetischen und künstlerischen Ausdrucks. Daher nahm er nur minimale Eingriffe in das Originalbild vor. Bearbeitet wurde das Bild in Photoshop CS2. Ralf Goldmann markierte zunächst das Straßenschild mit dem Zauberstab-Werkzeug und invertierte diese Auswahl. Mit Hilfe der Farbsättigung nahm er anschließend dem markierten Bereich die Farbe und verstärkte die Kontraste. Zu guter Letzt setzte er einen dezenten, 20 Pixel breiten Rahmen um das Bild um dieses noch etwas ruhiger wirken zu lassen.

Auf diese Art und Weise gelang es Ihm mit relativ einfachen Mitteln die Bildaussage optimal heraus zu arbeiten. Die Straßenschilder leuchten dem Betrachter förmlich entgegen um ihm im quirligen Durcheinander der Stadt den Weg zu weisen.

von Julia Emmert, Panthermedia
cg-digitalimage schrieb am 17.01.2008 14:28
da kann man nicht mehr viel sagen. Passt alles. hätte höchstens noch ein wenig mehr vigentiert zwinker aber das ist geschmackssache

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